funfzig, sächzig und sibzig – e Grund zum Juble!

hinde vo links nach rächts: Bruno Widmer, Pius Keller, Christoph Herzog, Karli Merz, Bruno Peladoni, Jürg Refer vorne vo links nach rächts: Bruno Vetter, Dreesi Keller, Priska Keller, Däni Kaufmann leider fähle: Edith Refer und dr Beat Zaugg

Jubilarestamm – s’Bescht us zwai Joor !

Lang isch här sit me wieder emol so viel Gsichter vo dr Wettstai-Clique an aim Ort adroffe het. Isch ebis passiert? Nai kai Angscht – e dotzend Wettstainlemer hän jubiliert und zämme mit dr Clique gfiehrt.

Nochdäm alli do gsi sin het dr Pius im Name vo allne Jubilare für’s zahlriche Erschiene danggt und s’Fescht somit eröffnet. Denn isch d’Ehr am Peter Schenk gsi wo im Name vom Vorstand de Jubilare gratuliert und fir d’Yladig danggt het. In siner Red het är kurz zu jedem Jubilar und de zwei Jubilarinne ebis gsait het, was den in die jewielige Geburtsjoor so alles passiert isch, welli Hits grad in gsi sin und wie’s Sujet vo dr Fasnacht und dr Wettstai gsi isch.

Dr Grillmaischte Florian het fir uns die beschte Steaks, Klöpfer, Brotwurscht, Vegispiess grilliert. Salat und divärsi Sauce, Brot und Chips hän dr Hauptgang vervollstänidge. Zum Dessert e Kaffi mit enere feini Cremeschnitte oder em Schoggikuche vo dr Bäckerei Gerber us Ryche.

E Lottomatch duregfiehrt vom Däni Kaufmaa het für Stimmig gsorgt. Gwunne het Nicole W. e Nachtässe fir zwei Persone im Brune Mutz und dr Schlutti e Million(e Los) J. Näbe all däm sin vor allem Gspräch unter de ainzelne Cliquegspännli gführt worde. Me het s’Zämmesi so richtig gnosse.

Irgendwenn isch es Zyt worde zum fieroobe mache und sich uf dr Haimwäg z’begäh. Es isch e tolle Oobe mit Euch allne zämme gsi. DANGE

Bevor ich jetzt zum Schluss kum, verzelle euch e paar Jubilare no ihri Gschichte oder Erläbnis wo sie in oder mit dr Wettstai-Clique erläbt hän.

E baar Erinnerige vom Jürg Refer an 58 Joor Gliggelääbe.
I ha in däre lange Zyt mit der Wettstai unhaimlig viil erläbbt. E baar wenigi Begääbehaite mecht i do uusebigge.
Frielig 1963. Die erschti Drummelstund by de Wettstai Knorzi im Claraschuelhuus. Der Drummellehre Hans Panosetti in der schwarze Schale mit wissem Hemmli und Grawatte. Är het unhaimlig sträng ussgseh und uns Buebe au esoo inschtruiert. 
Denn s Joor 1968 wo der Knorzi Vorstand und der Stamm Obmaa kai gmainsame Nenner me gfunde hän. Im Knorzi Vorstand isch es glunge die maischte damalige Knorzi und d Eltere dervoo z‘yberzige, so kas nimme wytergoo und het kurzerhand e neyi Gligge, nämmlig d Basler Rolli grindet. Do my Babbe aber Wettstainlemer gsi isch, han i nid welle (oder dörfe) e Rolli wärde. Zum Gligg han i, obwool noonig ganz 18, kenne zem Stamm yberdrätte und dernoo an der Fasnacht 1969 als stolze Wettstai Dambuur deerfe yystoo.
Au e lässigi Zyt han i als Inschdruggter vo de Knorzi deerfe erlääbe. Der absolut Hammer isch unsere Uffdritt im alte Kiechli mit der Drummelschuel gsi. I darf no hytte mit e baar Dambourekollege wo deertsmool mit schwitzige Händ und Härzböbberle hinter em Böggli uff der Drummelbiini gstande yystoo. Zu mym Laidwääse muess i allerdings zuegää, däne kann i nüt me vormache, im Gegedail die zaige mir wie s hytte korräggt deene muess. In mynere Zyt als Drummler han i au ainigi Inschtruggder erläbt. Aber aine isch mer bsunders in Erinnerig blyybe, nämmlig der Franz Poletto. Dä het in jeder Drummelstund e baar neye Witz verzellt. Drummlerisch het das nid viel brocht, derfyyr hän mer vyyl kenne lache.
In de folgende Joor e huffe tolli Fasnachte und Feschter mit der Gligge. Unvergässe d Wettstai Baize am Rhyufer an de Stadtfeschter. D Baiz immer grammlet voll au dangg der musikalische Unterhaltig vo der damalige Basler Kult Band „Jaschi Himbi“. Drummeliwuche wo der Name Monschterwuche wirgglig verdient hän, Gliggeraise, Stammdisch wo me am näggschte Morge fascht diräggt ins Gschäft isch, Herbschtbümmel, Gliggehochzyte, legendääri Nachtässe an der Fasnacht im Hotel Kraft mit Gsangsyylaag vom Pauli Flach mit em Gospel Amen, sensationelle Sujet, (mängmool au mit weniger scheene Goschdyym), immer wieder gigantischi Ladärne, Fasnachtszimmerbezug bym damalige Stammbaizer Alfred Rickhoff im Dachgschoss vom Reschtorant Stadkäller (vo schloofe kai Spuur), etc. Es gäb noe huffe z brichte, aber i will jo kai Buech schriibe.
1992 Wäggsel (worum au immer) in die Alti Garde (damals no Wettstai Gniembbi). Deert han is bis 2010 ussghalte.  Dernoo hets my aber zrugg in Stamm zooge. No „wohlwollender Prüfung“ durch Obmaa und Drummelchef und sälbverständlig vordrummle zum Bewiise, s Repertoir vom Stamm sitzt, het‘s klappt. An der Fasnacht 2010 darf i wieder bym Stamm yystoo und ha sythäär jedes Joor gnosse.

No e baar Wort vo der Mitjubilarin Edith Refer
Do ich syt my Maa 1969 in Stamm koo isch mit em zämme bi, han i alles das wo är in sym Brichtli beschribbt, deerfe oder mängmool au miesse miterlääbe. Es git allerdings e grosse Unterschiid. 1969 wo my Maa no my Frind gsii isch, isch d Wettstai no e raini Männergsellschaft gsii. Fraue (ussgnoo d Margot Gilgen wo bekanntlig 1952 e Gründigsmittglied gsii isch) hän in dr Wettstai gar nyt z sueche ghaa. Si hän zwar mit uff e Fasnachtsbummel deerfe und hän au an Feschtli und bi de Knorzi gärn deerfe mithälfe, aber an Vordraab, pfyffe oder gar drummle isch yberhaupt nid z dängge gsii. Zum guete Gligg isch d Abstimmig an sälere GV wo‘s um d Uffnahm vo Fraue gange isch, richtig uusekoo. Dängged emool, wo wär unseri Gligge, und nid z letscht unseri Knorzi, wenn kaini Maitli und Fraue deerfte mitmache.

d’Anekdote vom Däni mit der Wettstai
Ich bin seit 1971 bei der Wettstai. Einer meiner ersten Bummel seinerzeit,  führte uns Wettstai-Knorzi nach Rheinfelden. Das Mittagessen fand in einem grossen Saal des Restaurant Bahnhof statt. Teilnehmer: einige erwachsene Begleiter und ca. 60 wilde und energiegeladene Knaben (Mädchen waren damals noch nicht dabei). Das Mittagessen zog sich etwas in die Länge und daher machten sich einige von uns auf Entdeckungsreise im grossen Gebäude.
In einem nicht abgeschlossenen Raum fanden sie ein grosses Modell (ca. 2 auf 2 Meter) des berühmten Feldschlösschens, welches aus Lebkuchen und Marzipan angefertigt wurde und für einen anderen Anlass bestimmt war. Es ging nicht lange, da hatte der Erste von uns ein Stück Mazipan und der Zweite ein Stück Lebkuchen im Mund. Zurück im Saal hat sich unter den jungen Knorzi der süsse Fund rasch rumgesprochen und jeder wollte sich diskret das Feldschlösschen-Modell kurz anschauen. Leider blieb es nicht beim anschauen. Am Schluss sah das wunderschöne Feldschlösschen aus wie ein Ruine aus dem Mittelalter. Selbstverständlich konnten die Übeltäter nicht ausfindig gemacht werden. Die Rechnung für eine neues Modell musste später von der Wettstai übernommen werden…

E Erinnerig vom Dresi
Im 2004 binni zum Stamm vo de Wettstai ko. Das isch mir nit schwer gfalle, well all minni drei „Buebe“ in dr Wettstai-Clique gross worde sin.
Grad gli zum Start im 2005, hanni d Ehr bikoo bim Bryyspfyffe dörfe mit z`mache. D Isabelle hett kurz vor em Wettkampf dr Arm brooche ka. So binni zum „Handkuss“ ko. I bi das logger aagange, welli dänggt ha, mr hänn jo nüt z verliere. Gstuunt hanni allerdings, wommer in s Final ko sin. D Freud isch ryysegroos gsi! Mi uursprüngligi Loggerheit hett mi aber denn leider schleunigscht verloo. I bi so uffgreggt und nervös worde, dass mr wortwörtlig d Spuggi ewägg blyybe isch. Das hett mr sehr leid doo für minni Gspäänli, wo au alles gää hänn. Trotzdämm binni e weeneli Stolz simmer in’s Final im Feschtsaal vo dr Mäss ko. Dr Zinnbächer mit em 8. Rang, hett uff jede Fall jetzt e Eereplätzli in minnere Stuube!

Em Christoph si Afang in der Wettstai
Ich bi nid us ere Wettstai Familie, das hets domols no gar nid gä, d Wettstai isch e paar Monet nach mir gebore und ha au nie bi de Knorzi mitgmacht. Noch einige Johr uf eme Waggiswage und spöter als Pfyffer in eme Schyssdräggziigli han ich am Bummel vo de Knorzi der Felix kenne glehrt. Er het mi überzügt, dass d Wettstai s einzig Richtigi sig für mi. Nach ere stränge Broob han ich denn bi de Pfyffer mitiebe und no guet zäh Märsch derzue lehre dörfe. An der GV wo der Karli und ich ufgno worde sin het der Luc si Demission igreicht. Und will si niemer gfunde hän bin ich als Neuling Seggelmaister vom Stamm worde, sehr zum Missfalle vo einige altigsässene Wettstainlemer. Und jetzt wart ich wie alli druf, ändlig wieder emol Fasnacht mache z dörfe.

Em Bruno P. si Morgestraich
Friener isch d Wettstai Clique am Morgestraich vor em Stadtkäller igstande und grad dure gloffe bis zum Barfi was gang und gäb 5viertel Stund durt het. Mi erschte Morgestraich wo ich ha derfe mitdrummle het kurz vor dr Safranzunft gändet denn hets mir sFäll verdätscht.
Dr Karli Bieri ( Vorträbler ) het das gseh het mi Drummle gschnappt und in d’hechi gstämmt und gsait lauf dicht hinde an mir mir hole e Ersatzdrummle im Stadtkäller. Nach circa 1 std. hän mir das au uff Umwäge gschafft und sin halt mit einiger Verspetig wider zur Clique gstosse. Das isch für mi e blibends Erläbnis gsi. 

Zum Abschluss no e Väärs vom Bruno W.
D’Jubilare wänn sich’s nit lo näh
Und trotz Corona alles gäh
Drum simmer alli zämme g’sässe
Und hänn’s jo scho nit vergässe.
Fyr Eych hänn denn d’null und d‘ einser welle
E glain’s Fescht uff d’Bainli stelle
Waisch wie bim Kölner Feschtumzug
Oder an dr Plausch GV e Alpuffzug
De glaubsch es nit und das isch’s beschte
Kasch endlich wieder emool mit dr Wettstai feschte.

E grosses Danggscheen an mini Mitjubilare und an Edith für d’Unterstützig egal in weller Form sie au gsi isch. Em Florian Kissling als Grillmaischter und em Toni Lämmle fir sini Föteli wo uns an dä Oobe dien erinnere.