Wurscht und Brot Boccia-Turnier vo de Dambuure

Ich bi in Vordraab verbannt worde. Wie het das nur könne passiere? E subjektivi Brichterstattig über dr Boccia-Waldfeschtcup 2021.

Donnschtigoobe, halb 7i. Schwer schnuufend schleppi mi dr Münschterbärg duruf, zum an mim allererschte hochoffizielle Dambuurestamm vor de Summerferie dailznääh. Erwartige an dä Oobe hani keini ka, aber es isch öpis in dr Luft gläge. Sogar s’Wätter het fyr ai Mol mitgspyylt. Und ehrlich gsait hani mr dief im Innere scho Chance ufe Sieg usgrächnet, woni am Zyschdig s’Mail mit dr Yyladig beko ha. 

Uf eme Bänkli näb em Münschter hani also s’erscht Mol die schöne hellblaue (hellblau, NIT türkis) Plastik-Bocciakugele Made in Italy ind Hand gnoo. Liebi uff dr erschti Blick ischs aber nit gsy, au nit uf dr zweiti. Aber die erschte baar Iebigswürf hän mi Wettkampfhunger befyyrt, und mit ebitz Zyylwasser hän die hellblaue Kugele und ich alli Hemmige verlore und uns unstärblig verliebt. Unsere unschlagbare Team-Gaischt het scho vor em eigentlige Turnierstart alli begeischteret, aber die spötere Gegner offesichtlig au eso yygschüchteret, dass ihri Qualitäte sich stetig verringeret hän. Oder hän sy s’Zyylwasser falsch dosiert? Würd me sy frooge, würde ihne sicher gnueg kreativi Usreede in Sinn ko.

Wos Münschter halber 8i gschlage het, hän sich 6 wackeri Dambuure, e wackeri Dambuurin und e aagehendi, aber nit weniger wackeri Dambuurin ins Turnier gstürzt, zum um s’prestigeträchtige Waldfescht z’kämpfe. Mir sin mit zwei Vorrundene à 4 Spieler/-inne gstartet, und es sin je 8 Durchgäng gspyylt worde. Die erschte zwei hän sich jewyyls fyr dr grossi Final qualifiziert; fyr kompläxi Konschtruggtione mit Gruppedritte isch s’Dailnähmerfäld leider z’klei gsy.

In dr Gruppe A hän sich dr Schnitzge und dr Bruno Vetter vor dr Melina und em Pius duuregsetzt. D’“Hammergruppe“ B ha ich, d’Megan, überlääge gwunne und sogar no kli Schützehilf glaischtet, drmit sich dr Thomas Brüderlin no als Gruppezweite vor em Schlutti und em Michel het könne qualifiziere. Im Verlauf vo de Vorrundene hän sich denn no dr Marco und dr Teddy zu uns gsellt und uns kräftig vo dr Sytelinie unterstützt.

Dr Final het us minere Sicht katastrophal aagfange. In de erschte 4 vo 8 Durchgäng hani zum Erschrecke vo allne Beteiligte, aber au zur Freud vo mine Gegner, kei einzige Pungt erzielt. Wär jetzt gmeint het, dass das sone Mentalmonschter wie mi uss dr Rueh könnt bringe, hätt nit mee könne falsch lige.

Noch em 6. Durchgang isch 5-2-1-1 uss dr Sicht vom Schnitzge gstande, ich ha zwei Pünggt kaa. Immerno relativ ussichtslos. Wies dr Michel richtig aagmerggt het, bi ich die einzigi gsy, wo no mitem Dambuurechef het könne glyychzieh. Und dodrzue hani mindischtens ei Doppelschlag bruucht.

Gesagt, getan. „Stell dr vor, wenni jetzt kurz vor dr Ziellinie no abgfange wird!“, het dr Schnitzge gmeint. Me sött ufpasse, was me sait; ich bi minersyts gekonnt ruhig blibe. Durchgang 7, Doppelschlag Megan. Dr 8ti Durchgang ebefalls gwunne. Schlussstand 5-5-1-1. Es isch zum Stäche zwüsche em Schnitzge und synere ehemoolige Drummelschielere ko.

Do dr Dambuurechef dr ganz Oobe scho d’Regle sälber gmacht ka het, het är mir d’Wahl überloo, öb mr nomol yber 4 Durchgäng würde go oder öbis wott riskiere, s‘ uff ei einzige druff aa koo z’loo. „Eine“, hani sälbschtsicher gseit. Uffgrund vom Sieg im 8. Durchgang ha ich dörfe aawärfe. Ha no dänggt scheisse, dä isch kli wyt groote. Dr Schnitzge het gmeint, das sig syyni Dischtanz, und noch de erschte Kugele isch är au vorne gläge. Het mi das uss dr Rueh brocht? Natürlig nit. Mit minere zweite Kugele hani syyni erschti wägcheckt und bi no nööcher an das kleine wysse Bälleli ko. D’Melina het gmeint: „Das isch es Megan, das isch es!“ Nervös bini nit worde, ha aber gfunde, sy sölls doch nit verschreye. Het sy aber nit. Dr Schnitzge het mr miteme Schüpfli sogar no zueme Doppelschlag und somit eme no dütligere Sieg verholfe. Ich ha d’Ärm ind Luft grisse und stolz fyr die obligatorische Siegerfötteli posiert.

Wie bi jedem grosse Turniersieg folgt au do no e kleini Dankesreed:

Härzligge Dangg an s’OK, wo das Turnier yyberhaupt möglig gmacht het und grosszügig drfyr gsorgt het, as mer nit verdurschte.

E liebe Gruess an mi Herr Inschtruggter, wo mr fyr dä Oobe vo dr Drummelstund frey gäh het und somit dr Grundstei fyr mi Erfolg glegt het.

Dangge an mis Mami, wo an ihrem Geburtsdaag in de Ferie isch, drmit ich an Stamm ha könne goo. (Das isch nadüürlig eso plant gsy.)

Dr gröschti Dangg goht an d’Melina, wo syt unserer Kollision in dr Iebigsrundi bedingigslos an mi glaubt het und mi au in de kritische Momänt wider uffbaut het. #1 Fan!

Noch däm aasträngende Turnier sin mr in Stadtkäller zooge, drmit sich mini Gegner ihri Niederlaag hän könne schön trinke und ich mir mi Sieg no schöner trunke ha. Ich bi mit frenetischem Jubel in Empfang gnoo worde, ha in gselliger Rundi mehrfach uff mi Sieg dörfe aastosse und s’wohlverdiente Waldfescht gnosse.

Und nit z’letscht no d’Ufflösig, wie e aagehendi Dambuurin und offizielli Vordräblere überhaupt in Vordraab ka verbannt wärde: Die Drohig isch vom Michel bereits in dr Vorrundi usgsproche worde. Noch mim Sieg sin sich myni Gegner einig gsy, dasi jetzt mindischtens 10 Joor verbannt wird. (Noch däm Artikel vilicht no länger, wär weiss.) Ich würd meine, sy sin nur niidisch.